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Turnfest 24./25. Juni 2006 in Reigoldswil BL

 

Am 24. und 25. Juni stand das Regionalturnfest in Reigoldswil auf dem Programm. Reigoldswil liegt im Baselbiet in der Nähe von Liestal, im so genannten „Füflibertal“. Im Gegensatz zum Seeländischen Turnfest, welches das grösste regionale Turnfest der Schweiz ist, war es die Absicht ein möglichst kleines Turnfest ausserhalb des Kantons Bern zu besuchen.

 

So machten wir uns also am Samstag gegen Mittag auf ins Land der „Baslerläkerli“, Fasnacht und Zubisympathisanten. Während der Zugfahrt nach Liestal, und weiter mit dem Postauto nach Reigoldswil, vielen uns immer wieder diverse Plätze auf, die wir am Eidgenössischen Turnfest kennen lernten und zu denen uns natürlich auch viele kleine Anekdoten einfielen.

 

In Reigoldswil angekommen, nisteten wir uns auf dem Zeltplatz ein und machten uns auf, das Festgelände zu erkunden. Da das Festgelände nur eine beschränkte Grösse hatte, hielt sich der Zeitaufwand für diese Mission in Grenzen.

 

Wir konnten uns nun allmählich auf den Wettkampf konzentrieren. Auch an diesem Fest begannen wir mit der Barrenübung. Die Barren standen alle bereit! Wir wurden sehr gut orientiert und das Material war „1A“. Es stand also alles bereit, die gute Note vom Seeländischen zu bestätigen. Aber erstens kommt es anders, zweitens als man turnt. Wir erhielten für unsere zweifellos schlechter geturnte Übung als am Seeländischen eine sehr strenge Note und wurden mit 7.20 abserviert. Die Stimmung lag nun am Tiefpunkt. Jetzt konnten uns nur noch die „Korbbälleler“ und Leichathleten vor einer Blamage retten.

 

Also konzentrierte man sich auf den nächsten Wettkampfteil. Der Fachtest fand ungewöhnlicherweise auf einem Teerplatz statt, was, wenn man an einem brütendheissen Nachmittag spielen muss, nicht unbedingt ein Vorteil ist. Aber unsere Korbball-Cracks hielten sich gut und wollten die Geräteniederlage um jeden Preis rächen. Alle halfen mit, die Truppe anzufeuern und fluchten den Ball in den Korb! Gelang dies nicht, versuchten wir einfach die Schaukelringmusik auf dem gegenüberliegenden Platz zu übertönen. So erreichten die „Korbbälleler“ eine Topleistung. Sie holten mit 9.35 nicht nur eine tolle Note, sondern auch die Tagesbestleistung in dieser Disziplin.

 

Nun war das Feuer entfacht, die erste Revanche war geglückt. Es folgte aber noch unsere letzte Disziplin, die Leichtathletik. Im Kugelstossen wurde zuerst bestimmt, wer wohl eine Auszeichnung erhalten wird, respektive wer wem ein Bier zahlen muss. Nachdem dieser wichtige Teil geklärt war, konnte mit den Probewürfen und anschliessend mit dem Wettkampf begonnen werden. Schon der erste Wurf war eine persönliche Jahresbestleistung und so lief es immer weiter. Der eine übertrumpfte den anderen, was zu einer Topnote von 8.11 ausreichte.

 

Da Lieni Steph einen schlechten Tag einzog, war die Bestweite im Weitsprung eine reine Familien-Angelegenheit. Die Bestmarke konnte sich nur noch ein Fux holen und so wurde der Ehrgeiz natürlich noch zusätzlich angeheizt. Schlussendlich konnte sich Simon durchsetzen und sprang mit 6.08 am weitesten. Gentechnisch hielt es ihn nicht ab, seinen Cousin in „Silemanier“ anzustacheln, was Renato sichtlich zu „Fuxen“ schien.

 

Nach getaner Arbeit zog es uns zur Bierinsel, wo man noch über wenn, dann, hätten wir, würden und überhaupt… diskutierte. Zum Schluss war man sich einig, dass die Basler sowieso nur eifersüchtig auf unsere schönen und sowieso viel höheren Berge sind und wir an diesem Tag nur in dieser einen schätzbaren Disziplin zu schlagen gewesen waren. Nach dem Nachtessen wurde noch ausgiebig gefeiert, getanzt oder geflirtet, wobei unser Weitsprungass nicht unbedingt mit der besten Weite, aber mindestens mit der grösste Menge auffiel.

 

Am nächsten Tag besammelte sich der TV Pieterlen wieder auf dem Zeltplatz, um die Zeit bis zur Rangverkündigung mit einer kleinen Reise zu verkürzen. Wir fuhren mit dem Postauto nach Wasserfallen, weil die Gondelbahn bedauerlicherweise revidiert wurde. Oben angekommen, genossen wir die Ruhe und Stille im Bergrestaurant, bevor wir den Abstieg nach Reigoldswil unter die Füsse nahmen. Natürlich konnten sich nicht alle an die Abmarschzeit halten und so wagte sich die Vorhut alleine auf die ca. einstündige Wanderung, zurück nach Reigoldswil. Im Dorf angekommen, warteten die Nachzügler bereits auf uns. Selbstverständlich wurde lauthals berichtet, dass es einen viel  schnelleren und besseren Weg gegeben habe, was man an Ihren braun-schwarzen „Hosenfüdle“ unschwer erkennen konnte.

 

Auf dem Festgelände genehmigten wir uns noch einen kleinen Imbiss, bevor wir das nächste Postauto, respektive den nächsten Zug Richtung Heimat besetzten. Der eiserne Kern genoss zufrieden, aber schläfrig, im Ascotpub den WM-Match, der allerdings nicht zum wach werden anregte. So ging ein weiteres Turnfest, das uns sicherlich noch eine Zeitlang in Erinnerung bleiben wird, zu Ende.

 

Der Oberturner

Reto Ischer

 

Seeländisches Turnfest 16.-18. Juni 2006 in Lyss

 

Am 17. Juni besammelte sich der Turnverein um 7.15 Uhr beim Bahnhof Pieterlen. Wir fuhren mit dem Zug via Biel nach Lyss. In Lyss angekommen, folgte ein 15-minütiger Morgenspaziergang bis zum Festgelände. Diese absolute Fabelzeit konnte nur erreicht werden, weil der Kebbabstand unterwegs erst um 9.00 Uhr öffnete und wir Rögu zähneknirschend an diesem vorbeilotsen konnten. Auf dem Festgelände trafen wir uns mit den restlichen Turner, was erfreulicherweise bestens klappte.

 

Nach einem stärkenden Kaffee und „Gipfeli“ sowie einem saftigen Einturnen waren wir bereit für den ersten Wettkampfteil. Bei wunderschönem und heissem Wetter durften wir unsere Barrenübung im Freien vorführen. Wegen der akuten Barrenknappheit und der fürchterlich grasierenden Barrengrippe die im Seeland herrschte, konnte der Veranstalter leider nicht genügend Barren auftreiben, so dass wir mit dem Aufstellen unseres Wettkampfplatzes zuwarten mussten, bis die vordere Sektion fertig geturnt hatte. Zum Zeitvertreib unterhielten wir uns über mögliche Heilungsmethoden gegen diesen seltenen Virus, bis wir schliesslich an der Reihe waren.

 

Und tatsächlich, es war schlimmer als wir dachten. Die anwesenden Barren waren so angeschlagen und schwach, dass sie an beiden Holmen zitterten und wackelten. Es war das erste mal, dass ein Gerät mehr Angst vor mir als ich vor ihm hatte. Allerdings erwischten wir einen glücklichen Tag (zumindest die Meisten), turnten eine sehr gute Übung und erhielten dafür mit 8.49 auch noch eine etwas überraschend hohe Note.

 

Nach der Freude über den gelungenen Auftakt folgte der Korbballfachtest. Natürlich lag die Messlatte nach der erfolgreichen Vorrunde in der Nati B und den Resultaten aus den vergangenen Jahren deutlich höher. Doch die hohen Temperaturen und einige Umstellungen gegenüber dem Vorjahr waren wohl ausschlaggebend, dass die geforderte Punktzahl knapp verpasst wurde. Aber eine Note von 8.85 ist immer noch ein sehr gutes Resultat.

 

Im dritten Wettkampfteil lag Kugelstossen und Weitsprung auf dem Programm. Die geforderte Note sollte etwa in der gleichen Höhe wie am letzten Turnfest ausfallen. Die Kugelstossanlage war leicht ansteigend, was alle Athleten gleichermassen behinderte. Wenn man allerdings nicht gegen die anderen Athleten, sondern gegen die eigene Bestmarke angreift, ist dies ein riesiger Nachteil. Nichts desto trotz konnte die Motivation der Kugelstösser erheblich gesteigert werden, indem man die Diskussion über die Bierkonditionen stark anheizte und so überraschte es nicht gross, dass die Gesamtweite gegenüber dem vorderen Jahr gesteigert werden konnte.

 

Den Weitspringern stand eine tadellose Weitsprunganlage zur Verfügung, welche auch bis zum Äussersten beansprucht wurde. Auch sie konnten sich zum vergangenen Jahr steigern und sprangen eine sehr gute Note von 8.90.

 

Somit war der turnerische Teil des Festes äusserst erfolgreich abgeschlossen worden. Wir konnten zum Schluss eine Gesamtnote von 25.57 vorweisen, was meine Vorgabe von 24.90 bei weitem übertraf. Damit belegten wir den 21. Schlussrang in der 4. Stärkeklasse des 3-teiligen Vereinswettkampfes.

 

Wie immer stand auch dieses Jahr nach dem Turnerischen, der intellektuelle und kulturelle Teil mit hoch stehenden Diskussionen und Erfahrungsaustausch im Bierzelt auf dem Programm. Nach dem Mittagessen besammelten sich diverse Freiwillige, um mit Thömu die Gegend zu erkunden. Wir marschierten von Lyss der alten Aare entlang bis nach Aarberg und fuhren anschliessend mit dem Postauto zurück zum Festgelände. Auf unserem „Reisli“ waren die „Beizli“ leider etwas dünn gesät, dafür konnten wir eine Zusammenkunft der ferngesteuerten Modelllastwagenfreunde bestaunen. Allerdings sind die Trucks ein wenig Wasserscheu, und so wurden die Lieblinge von ihren Besitzern beim ersten Regentropfen behutsam zum sicheren Unterstand getragen.

 

Am Sonntag fanden noch das Schauturnen und die Rangverkündigung statt, ehe wir uns mit dem Zug auf den Weg nach Hause begaben. Leider kamen einer gemeinsamen Ankunft in Pieterlen zum Ersten die gut gepolsterten Sitze im Bierzelt, oder ein monsunartiger Platzregen, und den Allerletzten die Stadt Biel mit seinen funkelnden und glitzernden Lichtern in die Quere.

 

Mir hat dieses Turnfest sehr gut gefallen. Natürlich haben sowohl das schöne Wetter wie auch die nahe gelegene alte Aare dazu beigetragen, sei es für eine willkommene Abkühlung zwischen zwei WM-Spielen oder für einen kleinen Ausflug dem kühlen Nass entlang. Besten Dank allen Turnern und vor allem allen Kampfrichtern, die ein solches Erlebnis überhaupt möglich machen.

 

Der Oberturner

Reto Ischer

 

Turnfahrt vom 25. Mai 2006

 

Wie jedes Jahr treffen sich am Auffahrts-Donnerstag die Turner mit Anhang, um eine gemeinsame Reise zu machen. Auch dieses Jahr wurde an der Tradition festgehalten und Markus Flury organisierte die diesjährige Reise.

 

Um 7.40 Uhr besammelten wir uns beim Bahnhof Pieterlen und unser Ausflug begann mit einer Zugfahrt nach Biel. Am Bahnhof stiessen noch die letzten Turner zu uns und nun waren wir komplett, bereit für die Reise. Markus Flury stellte uns immer wieder Fragen, die zur heutigen Allgemeinbildung zählen. Für die richtige Antwort gab es einen Feldstecher zu gewinnen. Der Ansporn war also gross, besonders bei den jungen Turnern.

 

Wir marschierten Richtung Seilbahn und dort mussten die „routinierten“ Turner zum ersten Mal lernen, dass es heutzutage auch starken Schnupf gibt! Oben angekommen folgten wir unserem Reiseleiter, doch dieser merkte zum Glück schon nach 10 Metern, dass er den falschen Weg einschlug und so zahlte er bereits im ersten Restaurant die erste Runde (Danke noch einmal).

 

Mit einigen kleinen Pausen wanderten wir Richtung Twannbachschlucht. Unserem Reiseleiter kamen unterwegs zwei hübsche Frauen entgegen. Er packte die Chance und lud sie gleich ein (siehe Fotos). Als wir im Restaurant angekommen waren, erwartete uns ein köstliches Menu. Darauf hin ging es die Schlucht hinab Richtung Twann, natürlich fehlte es auch hier nicht an Pausen. Unten angekommen ging es aufs Schiff Richtung Biel. Nach dem Schiff ging es für ein paar Turner noch ins Lago Lodge, wo einer aber frühzeitig nach Hause torkeln musste, da er auf dem Schiff ein bisschen Seekrank wurde. Auch nach dieser Beiz wurde die Truppe kleiner, so verabschiedete sich unter anderem unser Reiseleiter, da er ein Telefon von seiner Frau bekam und sofort nach Hause musste. Für die, die noch immer nicht genug hatten, ging es weiter ins Rotonde. Dort liessen wir es dann ausklingen, bis auf einer, der immer noch nicht genug hatte und weiter zog…

 

Noch einmal ein grosses Dankeschön an den Organisator, es hat alles super geklappt. Wir freuen uns schon jetzt wieder riesig auf die nächste Turnfahrt!

 

Im Namen der Wandertruppe

Simon Fux